Die Starbulls Rosenheim konnten die Auswärtsserie der Ravensburg Towerstars nicht brechen. Die Oberschwaben gewannen im 35. Spieltag der DEL 2 das siebte Spiel hintereinander in der Fremde und entführten aus dem ROFA-Stadion alle drei Punkte. 3.790 Zuschauer sahen, wie die Grün-Weißen ab Mitte des zweiten Drittels immer spielbestimmender und druckvoller wurden, den starken Gästekeeper Ilya Sharipov aber trotz bester Chancen nicht überwinden konnten. Der einzige Rosenheimer Torerfolg zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer entsprang einem Schuss von Dominik Tiffels aus der Rosenheimer Defensivzone!
Die Starbulls liefen am 35. Spieltag der DEL 2 im Heimspiel gegen Ravensburg fast wie angekündigt auf – mit Christopher Kolarz im Tor (Backup Louis Müller), mit Johannes Achatz als Rückkehrer im vierten Sturm und mit Leon van der Linde in der Verteidigung neben Lars Bosecker. Sebastian Zwickl, dem im Einsatz für die Augsburger Panther beim 6:3-Sieg gegen Frankfurt sein erstes Tor in der PENNY DEL gelang, fehlte hingegen ebenso wie Joel Keussen, der seine Verletzung noch nicht auskuriert hat. Dass Lukas Laub und Lewis Zerter-Gossage auf ein Comeback noch warten müssen, stand im Vorfeld fest.
Auch die Gäste liefen mit vier komplettem Angriffslinien auf, mit dem wieder fit ins Team zurückgekommenen Stammtorhüter Ilya Sharipov und auch mit Top-Verteidiger Simon Sezemsky, der die letzten sieben Partien verletzungsbedingt verpasst hatte.
Ravensburg kontert schnörkellos und geht früh in Führung
Für das erste Ausrufezeichen der Partie sorgte die vierte Ravensburger Sturmreihe, die einen Konter sauber ausspielte und die frühe Gästeführung besorgte. Anselm Gerg nahm den Puck mit der Kufe mit und zwirbelte ihn frei vor Kolarz per Rückhand in die Maschen zum 0:1 (4.). Für den Förderlizenzspieler (SC Riessersee) war es der erste Torerfolg bzw. der erste Scorerpunkt in der DEL 2 überhaupt.
Nick Latta in Unterzahl und Luca Hauf nach einem weiteren zielstrebig vorgetragenen Konter hätten auf 0:2 stellen können, aber der mit einer fehlerfreien Leistung aufwartende Rosenheimer Schlussmann war zur Stelle.
Rosenheimer Überzahlspiele verpuffen
Erst danach wurden die Hausherren etwas druckvoller. Die größte Chance zum Ausgleich hatte Shane Hanna, dessen satter Schuss aus bester Position zur Beute vom Gästekeeper wurde (13.). Gleich drei Rosenheimer Überzahlspiele verpufften im ersten Spielabschnitt wirkungslos.
Die Towerstars zeigten sich gut eingestellt und ließen die Starbulls bis Mitte des zweiten Drittels kaum zur Entfaltung kommen. Mit einer vergebenen Großchance – Charlie Sarault kam nach einem Ravensburger Abwehrfehler aus nächster Nähe frei zum Abschluss, konnte den starken Sharipov aber nicht überwinden – drehte sich das Geschehen auf dem Eis. Die Grün-Weißen wurden immer dominanter, kamen zu einer Reihe gefährlicher Abschlüsse – und wurden eiskalt erwischt. Ein weiteres Mal konterten die Oberschwaben schnörkellos, diesmal mit der Paradereihe: Mark Rassel und Erik Karlsson bereiteten vor, Robbie Czarnik verwandelte (36.).
Stretch vergibt Strafschuss
Vergleichsweise ungeschickt agierten die Starbulls beim Abschluss ähnlicher Gegenstöße. Das vierte und letzte Rosenheimer Powerplay hatte diese Bezeichnung in der Struktur zwar endlich verdient, die – zu wenigen – Abschlüsse waren aber nicht effektiv.
Als C.J. Stretch an einem Torabschluss frei vor Torwart Sharipov von Verteidiger Niklas Hüber regelwidrig gehindert wurde, trat der Starbulls-Kapitän selbst zum Strafschuss an – und ließ mit einem harmlosen Abschluss die große Möglichkeit zum Anschlusstreffer nur wenige Sekunden nach dem Gästetreffer zum 0:2 liegen.
Die Überlegenheit der Hausherren aus der zweiten Hälfte des Mitteldrittels setzte sich nach der zweiten Pause fort. Die Starbulls wurden von ihren Fans nach vorne gepeitscht und schnürten die Gäste phasenweise ein,
Tiffels trifft aus der eigene Zone!
Nur noch selten fanden die zunehmend müder wirkenden Towerstars Entlastung. Ilya Sharipov glänzte mit tollen Paraden – und musste einen kuriosen Gegentreffer schlucken: Ein Schuss von Dominik Tiffels noch knapp aus der Rosenheimer Defensivzone schlug fast 40 Meter entfernt halbhoch im rechten Eck das Gästetores ein (52.). Der Ravensburger Goalie schien erstens überrascht und zweitens irritiert vom in der Schussbahn stehenden Teamkameraden Philipp Mass.
Nur Sekunden nach dem glücklichen, aber sehr verdienten Treffer zum 1:2 kassierte Dominik Kolb eine große Strafe wegen eines Bandenchecks gegen Anselm Gerg. In den folgenden fünf Unterzahlminuten ließen die Gastgeber allerding keine einzige klare Torchance für die Gäste zu und hatten mit einem Spieler weniger auf dem Eis sogar gute eigene Abschlüsse.
Sharipov zaubert späten Ausgleich weg, Czarnik macht alles klar
Wenige Momente, nachdem die Grün-Weißen wieder komplett waren, schien das 2:2 fällig. Doch Sharipov zauberte einen Schuss von Scott Feser mit einer unglaublichen Parade noch neben das Gehäuse (57.)
Gut eineinhalb Minuten vor Spielende nahm Rosenenheims Cheftrainer Jari Pasanen eine Auszeit und schickte danach sechs Feldspieler auf das Eis. Doch die Towerstars konnten sich mehrfach befreien und nach konsequenter Arbeit in der eigenen Zone schließlich den entscheidenden Empty-Net-Treffer zum 1:3 durch Czarnik setzen – 30 Sekunden vor der Schlusssirene.
Tabellendritter mit viel Abstand nach oben und unten
Der Rückstand der Starbulls Rosenheim auf das führende Duo im Klassement der DEL 2 ist durch parallele Erfolge der Konkurrenz auf fünf Punkte (Kassel) bzw. elf Zähler (Krefeld) angewachsen. Der Vorsprung auf Tabellenplatz vier und fünf (Regensburg und Ravensburg) ist mit zwölf Punkten aber noch deutlicher.
Für die Grün-Weißen sieht der Spielplan der DEL 2 nun einen Auswärts-Doppelpack vor: Am Sonntag geht die Fahrt ins Breisgau zum dritten Hauptrunden-Duell mit dem EHC Freiburg (bisher 2:3 nach Verlängerung und 6:3). Der Tabellenvorletzte präsentierte sich zuletzt sehr heimstark und gab bei den letzten vier Auftritten auf eigenem Eis keinen einzigen Punkt ab! Spielbeginn in der Echte Helden Arena an der Ensisheimer Straße im Freiburger Westen ist am Sonntag um 18:30 Uhr.
Von Freiburg gleich weiter nach Bad Nauheim
Von Freiburg reist der Starbulls-Tross direkt weiter nach Hessen. Denn bereits am Dienstag – erstes Bully ist um 19:30 Uhr – geben die Grün-Weißen ihre Visitenkarte zum zweiten Mal in dieser Spielzeit im Bad Nauheimer Colonel-Knight-Stadion ab. Beim ersten Auftritt siegten die Starbulls 3:1, wobei das Duell bis wenige Sekunden vor Schluss auf des Messers Schneide stand. Im ROFA-Stadion gings gegen die Roten Teufel aus der Kurstadt sogar in die Verlängerung – mit dem besseren Ende für Rosenheim (3:2).
Die Bad Nauheimer brauchen dringend Erfolge, nachdem das „Sechs-Punkte-Spiel“ bei den Lausitzer Füchsen knapp mit 4:5 verloren ging und sich der Rückstand auf die Preplayoff-Zone auf sechs Zähler vergrößerte – allerdings hat der dort an der ominösen Linie parkende Konkurrent aus Weißwasser bereits zwei Partien mehr bestritten.
Nächsten Freitag Heimspiel gegen Düsseldorf!
Das nächste Heimspiel der Starbulls steigt am kommenden Freitag. Dann geht im ROFA-Stadion ab 19:30 Uhr eine neue Auflage des emotionalen Traditionsduells mit der Düsseldorfer EG über die Bühne (Eintrittskarten auf www.starbulls.de/tickets).
Alle Rosenheimer Spiele in der DEL2 werden live auf www.sporteurope.tv übertragen.
Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V.







