Die Starbulls Rosenheim ergatterten im vierten Spiel im Jahr 2026 zum vierten Mal drei Punkte. Beim 5:2-Auswärtssieg gegen die Lausitzer Füchse am 34. Spieltag der DEL 2 zeigten sich die Grün-Weißen vor 2.411 Zuschauern in der Eisarena Weißwasser vor allem im zweiten Spielabschnitt kaltschnäuzig und machten aus einem 1:2-Rückstand eine 5:2-Führung. Die Treffer von Fabian Dietz und Ville Järveläinen entsprangen dabei knapp abgelaufenen Überzahlsituationen, ehe Scott Feser und Jordan Taupert kurz vor der zweiten Pause innerhalb von 28 Sekunden jeweils in Unterzahl einnetzen! Im ersten Spielabschnitt war Maximilian Adam zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erfolgreich.
Verteidiger Leon van der Linde kehrte zum Spiel in Weißwasser ins Rosenheimer Line-up zurück. Tobias Beck rutsche somit in eine wieder komplette vierte Sturmreihe. Das Starbulls-Tor hütetet erneut Christopher Kolarz, weil Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen neben dem kanadischen Verteidiger Shane Hanne wiederum auch auf die drei Importstürmer Teemu Pulkkinen, C.J. Stretch und Charlie Sarault zurückgriff.
Zwei „komische“ Füchse-Treffer aus dem Nichts
Das erste Drittel ging mit 2:1 an die Gastgeber. Beide Füchse-Tore fielen in Situationen, die eigentlich keine zwingenden Torchancen darstellten. Beim Führungstreffer kam die Scheibe parallel zur Grundlinie vor das Tor, wo sie Kolarz aber nicht sichern konnte. Im Tohuwabohu von mehreren Spielern beider Mannschaften mit dem Rosenheimer Keeper im Torraum rutsche das Spielgerät schließlich über die Linie, Hannu Tripcke bekam den Treffer gutgeschrieben (7.).
In der 16. Spielminute rutschte ein Flachschuss von Kyle Havlena aus extrem spitzem Winkel durch – und die Hausherren führten zum zweiten Mal aus dem Nichts. „Komische Tore, die möchte unser Torwart sicherlich zurückhaben, der danach sehr gut gespielt hat“, sagte Jari Pasanen nach dem Spiel zu diesen Szenen.
Maximilian Adam trifft aus der Luft zum 1:1
Der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1 entsprang einem schnell vorgetragenem Rosenheimer Entlastungsangriff. Pulkkinen ließ für den mit Tempo kommenden Scott Feser liegen, der sich in gute Position brachte und abzog. Füchse-Keeper Anthony Morrone konnte den satten Schuss abwehren, aber der nachsetzende Starbulls-Verteidiger Maximilian Adam, versenkte die durch die Luft fliegende Scheibe aus Hüfthöhe sehenswert im Netz (14.).
Das ausgeglichene Spiel mit Chancen auf beiden Seiten setzte sich nach der Pause fort. Im Gegensatz zum ersten Spielabschnitt gab es nun aber Strafzeiten und damit für beide Teams ja zwei Überzahlsituationen – und diese entschieden die Partie.
Starbulls drehen Partie mit zwei „unechten“ Powerplaytoren
In die Statistik eingehende Powerplaytore gelangen den Starbulls zwar nicht, aber die Treffer zum 2:2-Ausgleich und zur 3:2-Führung fielen aus Überzahlaufstellungen heraus, als der fünfte Gästespieler gerade wieder auf das Eis zurückkehrte.
Ein Schuss von Shane Hanna von der blauen Linie schlug unhaltbar im rechten oberen Eck ein (28.). Scott Feser und Fabian Dietz sorgten durch guten Einsatz dafür, dass Torhüter Morrone keine Sicht hatte. Dietz war am Schuss wohl noch leicht dran, sodass ihm der Treffer gutgeschrieben wurde.
Das zweite Rosenheimer Überzahlspiel endete mit einem platzierten Schuss von Ville Järveläinen, der geduldig und unterstützt von einer feinen Finte auf die freie Schussbahn wartete, ins gleiche Eck (37.) – ebenso unhaltbar für den Füchse-Schlussmann, der nun aber Lennart Neiße hieß. Morrone hatte in der 33. Spielminute verletzungsbedingt Platz gemacht.
Vorentscheidung in Minute 40: Feser und Taupert treffen in Unterzahl
Die erste Unterzahlsituation hatten die Grün-Weißen schadlos überstanden – in der zweiten gelang ihnen das Kunststück, in der 40. Spielminute innerhalb von 28 Sekunden gleich zwei „Shorthander“ zu erzielen. Scott Feser luchste den nach vorn stürmenden Havlena an der blauen Linie der Füchse-Zone den Puck ab, steuerte in zentrale Position und versenkte eiskalt ins rechte untere Eck zum 4:2.
Fünf Sekunden vor der Sirene zur zweiten Pause erhöhte Jordan Taupert nach einem Alleingang über rechts ins kurze Eck zum 5:2 – Shane Hanna hatte den Puck an der eigenen Grundlinie erobert und den Torschützen in den schnellen Konter geschickt.
Im letzten Spielabschnitt fielen keine Tore. Christopher Kolarz sorgte mit einer Handvoll guter Paraden dafür, dass die bemühten Hausherren keinen zusätzlichen Push mehr bekamen. Seine Vorderleute spielten die Partie weitgehend souverän zu Ende. „Es war ein schwieriges Spiel, die Heimmannschaft hat sehr gut gespielt Es hat ein bisschen gedauert, bis wir in die Gänge gekommen sind“, sagte Headcoach Jari Pasanen.
In der Tabelle der DEL2 gab es an der Spitze keine Veränderungen. Die Starbulls stehen mit nun 68 Punkten aus 34 Spielen weiterhin auf dem dritten Tabellenrang, zwei Punkte hinter Kassel und acht Zähler hinter Spitzenreiter Krefeld. Der Rosenheimer Vorsprung auf den Tabellenvierten EV Landshut beträgt weiterhin 14 Punkte.
Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V.







