Am Faschingssonntag waren die Starbulls Rosenheim am 46. Spieltag der DEL2 beim ESV Kaufbeuren zu Gast. Bis kurz vor der zweiten Pause traten die Grün-Weißen souverän auf und führten durch Überzahltore von C.J. Stretch und Maximilian Adam sowie Treffer von Lukas Laub und Fabian Dietz verdient mit 4:0, ließen das Schlusslicht der Liga dann aber noch auf 4:3 herankommen. Mitte des letzten Drittels stand das Spiel plötzlich auf des Messers Schneide. Ville Järveläinen, Teemu Pulkkinen und Scott Feser stellten schließlich den Dreier vor 2.123 Zuschauern in der „energie Schwaben arena“ sicher. Getrübt wurde der 7:4-Auswärtserfolg von einem regelwidrigen Check in der Schlussminute, bei dem Rosenheims Verteidiger Dominik Tiffels verletzt wurde.
Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen entschied sich beim Gastspiel in Kaufbeuren für Oskar Autio im Tor; Christopher Kolarz nahm als Backup auf der Bank Platz. Charlie Sarault rotierte deshalb aus dem Kader und Lewis Zerter-Gossage übernahm die Mittelstürmerposition zwischen Scott Feser und Teemu Pulkkinen. Die beiden U21-Fördervertragsspieler im Rosenheimer Line-Up waren diesmal Sebastian Zwickl und Lars Bosecker.
Zwei Rosenheimer Überzahltreffer im ersten Drittel
Im ersten Drittel präsentierten sich die Starbulls effektiv im Powerplay und münzten die ersten beiden Überzahlsituationen jeweils in einen Treffer um. C.J. Stretch traf in der 5. Minute zum 1:0 in den linken, Maximilian Adam in der 15. Minute zum 2:0 in den rechten oberen Winkel. Beide Male hatte der Torschütze genau den richtigen Moment für den Schuss abgewartet, beide Male nahm Luigi Calce durch ausgeklügeltes Stellungsspiel dem Kaufbeurer Torwart die Sicht. Lukas Laub scheitert kurz vor dem 2:0 am Pfosten (14.). Hinten ließen die Grün-Weißen kaum etwas anbrennen, Torwart Autio war beinahe beschäftigungslos.
Der souveräne Rosenheimer Auftritt setzte sich im zweiten Spielabschnitt fort. Allerdings kamen nun auch die Hausherren zu einigen gefährlichen Abschlüssen. Nach einem Schuss von Nikolaus Heigl verhinderte Joel Keussen per Rettungstag auf der Torlinie für den schon geschlagenen Autio den Anschlusstreffer und leitete damit einen Konter ein, bei dem Teemu Pulkkinen allein auf ESVK-Torwart Daniel Fießinger zufahrend vergab (27.).
Spektakulärer Treffer von Lukas Laub zum 3:0
Eine Minute später traf Laub dann spektakulär. Nach Traumpass von Stretch legte der flinke Stürmer den Puck am herausstürzende Fießinger vorbei, wurde vom Kaufbeurer Goalie in vollem Tempo gefällt, konnte aber akrobatisch in der Luft liegend zum 3:0 einschieben (28.). Fabian Dietz staubte unter die Latte zum 4:0 ab, nachdem sich Calce den Puck an der Bande erfolgreich ergaunerte hatte und es per „Bauerntrick“ versuchte (32.). Calce, Pulkkinen und Tobias Beck hatten weitere hochkarätige Torchancen.
36 Sekunden vor der zweiten Pause verkürzten die Gastgeber bei ihrem dritten Überzahlspiel der Partie auf 4:1. Vadim Schreiner schob einen abgeprallten Schuss von Philip Krening aus kurzer Distanz über die Linie. Was aus Rosenheimer Sicht noch wie ein Schönheitsfehler aussah, wäre fast der Auftakt zu einer zu diesem Zeitpunkt nicht für möglich gehaltenen Wende gewesen. Denn in der Anfangsphase des Schlussdrittels wurden die in Überzahl spielenden Starbulls ausgekontert. Nico Appendino hatte den Abschluss zwar verpasst, hebelte den Puck aber von hinter dem Tor in hohem Bogen über das Tor und den verdutzten Autio zurück in den Slot, wo Philip Krening zum 4:2 eindrückte (44.).
Münchner Förderlizenspieler machten es wieder spannend
Die Grün-Weißen präsentierten sich nun in allen Mannschaftsteilen inkonsequent, bei einem Gegenangriff ging der Backcheck in die Binsen und Nikolaus Heigl drückt nach Zuspiel von Krening zum 4:3 ins kurze Eck ein (46.). Die Auszeit, die Jari Pasanen unmittelbar nahm, zeigte erst mit Verzögerung Wirkung. Kurzzeitig schnupperten die Hausherren, die nun auch von der zuvor kaum wahrnehmbaren Heimkulisse lautstark unterstützt wurden, am Ausgleich.
Doch jubeln durften schließlich wieder die rund 300 mitgereisten Starbulls-Fans. Lukas Laub legte unter Bedrängnis auf Ville Järveläinen ab, der sich vor das Tor tankte und Daniel Fießinger im zweiten Versuch zum 5:3 überwand (49.). Teemu Pulkkinen legte bei einem Gegenstoß mit einem hammerharten Schuss aus halbrechter Position ins lange Eck zum 6:3 nach (51.).
Nach einem schönen Kaufbeurer Powerplay-Spielzug verkürzte Philipp Krening aus halbrechter Position ins kurze Eck zum 6:4 (55.) – damit gingen alle vier Treffer der Gastgeber auf das Konto von Förderlizenzspielern von DEL-Club Red Bull München (Schreiner, Heigl und Krening bildeten die zweite Kaufbeurer Sturmreihe).
Verletzung von Tiffels trübt die Rosenheimer Freude
Erst Ende der vorletzten Spielminute und just in einem Moment, in dem die Starbulls in Scheibenbesitz kamen, fuhr ESVK-Keeper Fießinger aus seinem Tor, um Platz für einen sechsten Feldspieler zu machen. Scott Feser nahm die Einladung an und stellte 74 Sekunden vor Schluss ins leere Tor den 7:4-Endstand her.
Weil Verfolger Ravensburg in Kassel nicht punkten konnte, beträgt der Rosenheimer Vorsprung auf Tabellenrang drei nun wieder sechs Punkte. Die Freude bei den Starbulls fiel aber gedämpft aus, denn Verteidiger Dominik Tiffels wurde in der Schlussminute bei einem Check gegen die Bande hinter dem eigenen Tor verletzt und droht nun auszufallen. Die Hauptschiedsrichter sprachen für die regelwidrige Aktion nach Begutachtung der Videobilder eine große Strafe gegen Kaufbeurens Vincent Schlenker aus.
Bereits am Faschingsdienstag sind die Starbulls Rosenheim erneut im Einsatz. Dann steigt im ROFA-Stadion das DEL2-Topspiel gegen den Tabellenzweiten Kassel Huskies (19.30 Uhr, Eintrittskarten online über www.starbulls.de/tickets und ab 17:30 Uhr an der Tageskasse).
Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V.







