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Starkes erstes Drittel,  aber keine Punkte zum Auftakt
Spielbericht · 19.09.2026

Starkes erstes Drittel, aber keine Punkte zum Auftakt

Hauptrunde

Freitag, 18.09.2026 · 19:30

SPIE Arena · 3.415 Zuschauer

Starbulls Rosenheim
SBR
2:3
1:01:10:2
Ravensburg Towerstars
RVT
  • 1:005:04Mastrodonato (Bellerive, Feser)
  • 1:132:05Latta (Sezemsky)
  • 2:134:04Calce (Kolb)
  • 2:246:58Latta (Rassell)
  • 2:354:25Reichel (Rassell, Sezemsky)
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Ein bockstarkes erstes Drittel, eine zweimalige Führung und viel Powerplayzeit reichten nicht. Die Starbulls Rosenheim mussten sich am Auftaktspieltag der DEL2-Saison 2026/27 vor 3.415 Zuschauern in der heimischen SPIE Arena den Ravensburg Towerstars mit 2:3 geschlagen geben. Matchwinner für die Gäste aus Oberschwaben war der überragende Torwart Ilya Sharipov.

Einen Aufreger gab es am Freitagabend bereits vor dem ersten Bully. Wenige Minuten vor dem geplanten Spielbeginn musste die SPIE Arena wegen eines – wie sich rasch herausstellte – Fehlalarms geräumt werden. Die Partie begann schließlich mit knapp 25 Minuten Verspätung.

Von der unerwarteten Verzögerung ließ sich die Starbulls-Mannschaft jedoch nicht beeindrucken. Sie begann wie die Feuerwehr und nutzte das erste Überzahlspiel der Saison prompt zur Führung. Schnell und sicher lief die Scheibe – zu schnell für die Ravensburger Defensive. Keaton Mastrodonato versenkte sie nach Rückpass von Jordy Bellerive unhaltbar im linken Toreck (5.), als das Powerplay gerade einmal 32 Sekunden alt war.

Zwar musste Starbulls-Keeper Christopher Kolarz einen Alleingang von Ravensburgs Tufto entschärfen (6.), ansonsten brannte es aber fast ausschließlich vor dem Gästetor. Binnen weniger Sekunden verhinderte Keeper Ilya Sharipov gegen den alleine auf ihn zulaufenden Samir Kharboutli und den nachschießenden Jorden Taupert das Rosenheimer 2:0 (11.). Shane Hanna nagelte den Puck ans Lattenkreuz (13.), erneut Taupert und Mastrodonato scheiterten an starken Paraden Sharipovs.

Die Hausherren präsentierten sich bissig, in allen Zonen gedankenschneller und an der Bande cleverer als die Gäste. Auch ein Ravensburger Überzahlspiel gegen Ende des Drittels verteidigten sie problemlos. „Wir haben sehr gut gespielt, die Scheibe gut bewegt, meiner Meinung nach hätten wir 3:0 nach dem ersten Drittel führen müssen“, meinte Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen.

Selbst eine kurze Phase mit zwei Spielern mehr auf dem Eis konnten die Grün-Weißen kurz vor der Pausensirene nicht zu einem weiteren Treffer – Hanna und Bellerive hatten ihn auf dem Schläger – nutzen.

Weil sich Gästeverteidiger Denis Pfaffengut wegen eines Bandenchecks gegen Scott Feser eine große Strafe einhandelte, starteten die Starbulls mit viereinhalb Überzahlminuten in den zweiten Spielabschnitt. Doch nun lief kaum noch etwas zusammen. Fast hätte stattdessen Matthew Struthers bei einem Break in Unterzahl auf 1:1 gestellt, doch Kolarz war zur Stelle (25.).

Die Oberschwaben hatten fortan deutlich mehr vom Spiel, die Gastgeber suchten – meist erfolglos – nach Zugriff. Eine kleine Bankstrafe wegen unkorrekten Anspiels bescherte den Gästen ein Powerplay, aus dem der Ausgleichstreffer resultierte. Ein minimal abgelenkter Flatterschuss von Nick Latta rutschte dem ansonsten sicheren Christopher Kolarz über die Fanghand und segelte zum 1:1 ins Netz (33.).

Ein zweites Mal, diesmal aus dem Nichts, gingen die Hausherren in Führung. Dominik Kolb eroberte an der eigenen blauen Linie die Scheibe und zog über links nach vorne. Seinen überlegten Querpass versenkte Luigi Calce flach im rechten Eck zum 2:1 (35.). Auch im ersten Drittel hatte Calce bereits Jubel aus der Fankurve geerntet – für einen Fight mit Niclas Hempel, der Shane Hanna mit dem Stock aufs Eis checkte, was die Referees jedoch ungeahndet ließen. Fünf Strafminuten für beide Kämpfer – und eine blutige Nase bei Calce – waren die Folge.

Nach dem 2:1 stabilisierten sich die Starbulls etwas. Kapitän Ryan McKiernan hatte die Chance, auf 3:1 zu erhöhen, verzog aus halbrechter Position aber knapp (39.).

Im letzten Drittel nahmen Stock- und Abstimmungsfehler auf Rosenheimer Seite zu. Chancen gab es auf beiden Seiten, die Tore aber machten die Towerstars. Einen Scheibenverlust von Scott Feser in der eigenen Zone konnten die Starbulls auch mit vereinten Kräften nicht mehr reparieren. Bei angezeigter Strafe war es schließlich wiederum Nick Latta, der zum erneuten Ausgleich traf. Sein Handgelenkschuss schlug hoch im kurzen Eck ein (47.).

Mit Thomas Reichel war es ein Ex-Rosenheimer, dem der Ravensburger Siegtreffer gelang. Reichel hielt in Bedrängnis den Schläger so in eine Hereingabe von Simon Sezemsky, dass Starbulls-Keeper Kolarz keine Abwehrchance hatte – 2:3 (54.).

Davor und danach hatte das Team von Jari Pasanen in Überzahl gute Szenen, doch die Abschlüsse wurden entweder erfolgreich geblockt oder zur Beute von Ilya Sharipov. Mit herausragenden Saves gegen Lewis Zerter-Gossage und Maximilian Adam rettete der Ravensburger Schlussmann die Gästeführung über die Zeit.

„Über 60 Minuten gesehen haben wir gegen das starke Ravensburger Unterzahlspiel und Sharipov verloren – er war mit Abstand der beste Spieler auf dem Eis heute“, lautete das Schlussfazit des Rosenheimer Cheftrainers Pasanen.

Pressemitteilung SBR Spielbetriebs GmbH & Co. KG