
Mit Geduld und Kolarz zum Dreier in Freiburg
Sonntag, 11.10.2026 · 18:30
Echte Helden Arena · 2.088 Zuschauer
- 0:145:45Mastrodonato (Feser)
- 0:257:03Dietz (Adam, Kharboutli)
- 0:358:38Feser (Mastrodonato)
Sonntag, 11.10.2026 · 18:30
Echte Helden Arena · 2.088 Zuschauer
- 0:145:45Mastrodonato (Feser)
- 0:257:03Dietz (Adam, Kharboutli)
- 0:358:38Feser (Mastrodonato)
45 Minuten und 45 Sekunden dauerte es am Sonntagabend, bis bei der DEL2-Partie des 8. Spieltags zwischen dem EHC Freiburg und den Starbulls Rosenheim der erste Treffer fiel. Es war eines der viel zitierten „dreckigen“ Tore, mit dem Keaton Mastrodonato die Grün-Weißen in Führung brachte. In der Schlussphase stellten Samir Kharboutli und schließlich Scott Feser mit einem Empty-Net-Treffer den Auswärtsdreier für geduldig auftretende Starbulls sicher.
Christopher Kolarz, der im achten Saisonspiel zum siebten Mal das Rosenheimer Tor hütete, durfte sich über seinen ersten Shutout freuen. Der fehlerfrei spielende und Sicherheit ausstrahlende Starbulls-Schlussmann bekam zwar verhältnismäßig wenige Schüsse auf sein Gehäuse, in den entscheidenden Situationen aber war er zur Stelle. Mitte des zweiten Drittels blieb er gegen den konternden Lynden McCallum Sieger (33.), kurz vor dem zweiten Rosenheimer Treffer stand er bei einem Freiburger Unterzahl-Break seinen Mann und verhinderte den möglichen Ausgleichstreffer durch Nikolas Linsenmeier (56.).
Bereits im ersten Drittel sahen die 2.088 Zuschauer in der „Echte Helden Arena“ im Freiburger Stadtteil Mooswald einen Freiburger Alleingang, bei dem McCallum beim Abschluss verzog (16.). Zuvor hatten die Starbulls in Überzahl die Scheibe mehrfach fein laufen lassen, zahlreiche Schüsse abgegeben, aber zu keiner klaren Powerplay-Torchance gefunden. Auch im zweiten und letzten Drittel blieben je ein Rosenheimer Powerplay ohne Torerfolg. Die einzigen beiden Unterzahlminuten an diesem Abend Mitte des dritten Spielabschnitts verteidigten die Grün-Weißen erfolgreich.
Nach zerfahrenen Anfangsminuten im zweiten Drittel nahm Rosenheims Cheftrainer Jari Pasanen eine Auszeit und stellte die Sturmformationen um. Dabei wanderte Scott Feser von der Mittelstürmerposition auf den Flügel in die erste Reihe zu Jordy Bellerive und Keaton Mastrodonato. „Freiburg hat Druck gemacht, das Spiel drohte zu kippen. Wir haben das System etwas geändert und es wurde sofort besser“, ordnete Pasanen die Maßnahme in der 27. Spielminute ein.
Nach dem folgenden Bully wurde es zwar noch einmal gefährlich vor dem Rosenheimer Tor, doch in der Folge übernahmen die Starbulls mehr und mehr die Regie. In der 32. Spielminute hatte Tomas Rubes das leere Tor vor Augen, aber der Ex-Starbulls-Verteidiger Kilian Kühnhauser blockte den Schuss noch über die Latte. Wenige Momente vor der zweiten Pause bot sich Scott Feser nach einem Abpraller die Möglichkeit zum Abstauben frei vor Freiburg-Keeper Olafr Schmidt, der Rückhandabschluss fiel aber zu ungefährlich aus (39.).
Wie schon beim 4:1-Heimsieg zwei Tage zuvor gegen Regensburg zeichneten sich die Starbulls durch Geduld aus, vermieden unnötige Strafzeiten ebenso wie risikoreiches „Hurra-Eishockey“, machten kaum Fehler, standen defensiv kompakt und belohnten sich schließlich mit einem „dreckigen“ Tor: Einen Schrägschuss von Scott Feser von der Bande ließ Torwart Olafr Schmidt durchrutschen, und Keaton Mastrodonato schob den Puck aus nächster Nähe ins leere Tor (46.). Momente zuvor hatte bereits Dominik Kolb die Rosenheimer Führung auf der Kelle, doch Freiburgs Cole Gallant schmiss sich in den Abschluss.
Mit dem 1:0 im Rücken präsentierten sich die Starbulls endgültig souverän und waren in allen drei Zonen Herr auf dem Eis. Nachdem Fabian Dietz im Powerplay am stark parierenden EHC-Keeper gescheitert war, legte er beim Re-Break gegen die gerade wieder kompletten Hausherren am Torraum quer auf Samir Kharboutli, der mit Anbruch der 58. Spielminute aus kurzer Distanz zum 2:0 eindrückte.
Knapp eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene erhöhte Scott Feser aus der neutralen Zone ins leere Freiburger Tor auf 3:0. Damit konnten die Starbulls den dritten Dreier in Folge, erstmals ein „Sechs-Punkte-Wochenende“ und den Sprung in die vordere Tabellenhälfte auf Rang sieben feiern.
Jari Pasanen bewertete den Auswärtssieg seines Teams bescheiden: „Es war ein sehr intensives Spiel, das auch in eine andere Richtung hätte gehen können. Die Heimmannschaft hatte Alleingänge, unser Torwart Christopher Kolarz hat wieder hervorragend gespielt. Wenn Freiburg eine der Chancen in den ersten 40 Minuten nutzt – wer weiß, wer weiß. Aber wir haben die Null gehalten, und im letzten Drittel hat sich das Spiel gedreht. In den letzten zehn Minuten hatten wir wenig Probleme. Beide Mannschaften haben hart und fair gespielt. Der Gegner war sehr gut organisiert, es war schwierig für uns, aber wir haben die Tore gemacht und das hat heute gereicht.“
Pressemitteilung SBR Spielbetriebs GmbH & Co. KG
Boxscore
| Teams | 1 | 2 | 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| FRBEHC Freiburg | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SBRStarbulls Rosenheim | 0 | 0 | 3 | 3 |
