
In Weiden und gegen Weißwasser alles rausholen
Mit einem Sechs-Punkte-Wochenende im Rücken wollen die Starbulls Rosenheim an den anstehenden Spieltagen neun und zehn in der DEL2 dem Aufwärtstrend bestätigen. Am Freitag sind die Starbulls bei den Blue Devils Weiden zu Gast (Spielbeginn 20 Uhr), zwei Tage später empfangen die Grün-Weißen zur gewohnten Sonntags-Heimanspielzeit um 17 Uhr die Lausitzer Füchse aus der sächsischen Stadt Weißwasser in der SPIE Arena.
Beide Gegner – Weiden mit acht Punkten, Weißwasser mit elf Zählern – stehen im Klassement nach der achten Spielrunde knapp hinter den Starbulls. Doch beide Gegner haben ihre Qualitäten, können sehr unangenehm sind und sind aktuell unberechenbar. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Wir müssen in den Spielen am Wochenende auf uns schauen und alles aus uns rausholen“, lautet die Devise, die Rosenheims Cheftrainer Jari Pasanen ausruft.
Weiden neu aufgeweckt und frisch verstärkt
Weiden gelang am Sonntag ein Heimdreier gegen Ravensburg. Nach 2:0-Führung und 2:3-Rückstand konnten die Blue Devils die Oberschwaben, die punktgleich mit den Starbulls bei zwölf Zählern stehen, noch mit 4:3 niederringen. Erstmals stand am vergangenen Wochenende beim Rosenheimer Freitagsgegner aus der Oberpfalz Headcoach Dave Matsos an der Bande. Der 52-jährige Kanadier kam im Sommer nach Weiden, stand aber krankheitsbedingt in der Vorbereitungsphase und den ersten sechs Spieltagen nicht zur Verfügung und wurde von Assistenztrainer Mikhail Nemirovsky vertreten.
Die Starbulls treffen in Weiden auf einen neu aufgeweckten und unberechenbaren Gegner. Erstmals soll der kürzlich verpflichtete Kanadier Maxim Golod zum Einsatz kommen. Der torgefährliche 26-jährige Stürmer macht das „Ahorn-Quartett“ im Sturm der Oberpfälzer mit Brayden Tracey, Alex-Olivier Voyer und Michael Regush komplett. Das bisherige kanadische Offensivtrio hat mit 27 Scorerpunkten in acht Spielen bereits gut geliefert. Der US-amerikanische Verteidiger und Teamkapitän Tommy Muck fällt hingegen einige Wochen aus.
Auf der Torhüterposition steht Michael McNiven verletzungsbedingt langfristig nicht zur Verfügung. Hier haben die Blue Devils nun Christian Hufsky als Rückfallebene für den Ex-Rosenheimer Patrik Mühlberger – zunächst im Tryout – verpflichtet. Ebenfalls mit einem Tryout-Kontrakt ausgestattet, verstärkt Benedikt Jiranek die Weidener Defensive.
Kevin Marx Noren vor Debüt im Starbulls-Trikot
Aber auch die Starbulls haben einen neuen Spieler auf Tryout-Basis im Kader: Kevin Marx Noren soll laut Jari Pasanen am Freitag in der Weidener Hans-Schröpf-Arena sein Debüt im Rosenheimer Jersey geben und als Verteidiger zum Einsatz kommen. Das würde bedeuten, dass ein anderer Spieler seinen Platz im Line-up räumen muss, in dem maximal 15 Akteure mit einer Normallizenz („Ü24“) bzw. Ausländerlizenz erlaubt sind. Von verletzungs- oder krankheitsbedingten Ausfällen scheinen die Starbulls auch vor diesem Wochenende verschont zu sein.
Vielleicht steht Jari Pasanen auch am Sonntag vor einer entsprechenden Aufstellungsfrage, wenn es auf heimischem Eis gegen die Lausitzer Füchse geht. Der Kontrahent aus Weißwasser, dem viele Starbulls-Fans das Prädikat „Angstgegner“ anhängen, ist für den Chefcoach einfach nur eine richtig gute Mannschaft: „Clark Breitkreuz, Lane Scheidl, David Rundquist – das ist große Qualität. Sie sind defensiv stark, haben mit Anthony Morrone einen Top-Torwart und einen sehr guten Trainer“.
Dieser Trainer heißt Christof Kreuzer – und vor seiner dritten Spielzeit als Chefcoach in der Oberlausitz (2025/26 Hauptrunden-Siebter, die Saison davor Achter) hat der 59-Jährige das Team noch einmal verstärken können und vor allem in der Verteidigung umgekrempelt: Mit dem 25-jährigen Alex Brännstam wurde ein ambitionierter Schwede verpflichtet, mit Brett Humberstone (Deggendorf) und Connor Hannon (Rostock) kamen zwei Top-Defender aus der Oberliga. Alle drei haben einen deutschen Pass. Gleiches gilt für den aus Dänemark importierten torgefährlichen Stürmer Jacob Schmidt-Svejstrup.
Sonntagsgegner mit Ausrufezeichen
Auswärts haben die Füchse mit dem 3:2 in Crimmitschau und dem 4:1 in Regensburg zuletzt Ausrufezeichen gesetzt und zwei große Siege einfahren können – davor aber auch eine 0:6-Klatsche bei Aufsteiger Memmingen kassiert. In Bietigheim holten die Blau-Gelben nach 0:2-Rückstand immerhin noch einen Punkt. Zwei Tage vor dem Auftritt an der Mangfall steht für die Weißwasseraner das prestigeträchtige Heimderby gegen DEL-Absteiger Dresden auf dem Spielplan, dessen Eindrücke, Emotionen und Erkenntnisse das Team auf dem 650-Kilometer-Trip nach Rosenheim mit im Gepäck haben wird.
Die Starbulls müssen am Freitag nur zweimal knapp 300 Kilometer im Bus hinter sich bringen. Motivation mentaler Art für den späten Sonntagnachmittag wollen sie sich aber vor allem durch ein Erfolgserlebnis in Weiden – es wäre der dritte Auswärtssieg in Folge – holen. Es gilt, den Aufwärtstrend nach drei Spielen in Folge ohne Punktverlust mit insgesamt nur zwei Gegentoren zu bestätigen.
Defensivstabilität als Schlüssel zum Aufwärtstrend
Jari Pasanen setzt vor allem auf die neue alte Defensivstabilität: „Das war für diese Saisonphase jetzt schon richtig, richtig gut. Christoph Kolarz hat stark gehalten, aber die Mannschaft hat ihn großartig unterstützt. Im letzten Spiel in Freiburg hatte der Gegner nur vier, fünf gute Torchancen“ – und erstmals stand auf der Anzeigetafel nach 60 Minuten auf der gegnerischen Seite die „Null“. 3:1 in Bad Nauheim, 4:1 in Regensburg, 3:0 in Freiburg – so kann es und darf es aus Rosenheimer Sicht weitergehen. Aber nur, wenn das Team wie gefordert wiederum alles aus sich rausholt.
Die Spiele der Starbulls Rosenheim am Freitag in Weiden (20 Uhr, Hans-Schröpf-Arena) und am Sonntag zu Hause (17 Uhr, SPIE Arena) gegen die Blue Devils Weiden werden von SporteuropeTV live übertragen. Die Streams mit ausführlichen Vorberichten, Pre-Game-Stimmen, Live-Interviews und Direktübertragung der Pressekonferenz sind auf www.sporteurope.tv buchbar.
Tickets für das Rosenheimer Sonntags-Heimspiel gibt es online (starbulls.reservix.de bzw. über www.starbulls.de – buchbar auch kurzfristig bis zum bzw. noch nach Spielbeginn) oder freitags von 9 bis 17 Uhr bzw. samstags von 10 bis 14 Uhr im Ticketzentrum Rosenheim (Touristinfo, Heilig-Geist-Str. 15, ). Ein Abendkassenverkauf am Stadion ist in der Saison 2026/27 leider nicht möglich.
Pressemitteilung SBR Spielbetriebs GmbH & Co. KG
