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Gegen den DEL-Absteiger und den Oberliga-Meister
Mitteilungen · 22.10.2026

Gegen den DEL-Absteiger und den Oberliga-Meister

Das anstehende Wochenende mit den Spieltagen elf und zwölf beschert den Starbulls Rosenheim gleich beide Teams als Gegner, die in der vergangenen Saison nicht in der DEL2 spielten. Am Freitag geht es auswärts gegen die Dresdner Eislöwen, die nach einem Jahr in der DEL wieder abgestiegen sind. Am Sonntag gastieren die aus der Oberliga aufgestiegenen Memmingen Indians in Rosenheim (17 Uhr, SPIE Arena).

Die Dresdner Eislöwen, DEL2-Meister der Saison 2024/25, haben den sofortigen Wiederaufstieg in die höchste deutsche Eishockey-Spielklasse als Ziel ausgerufen. Der Start in die aktuelle Spielzeit verlief mit nominell stark besetztem Kader – mehr als die Hälfte der Mannschaft blieb zusammen, bei den Neuverpflichtungen bediente man sich in den „oberen Regalen“ – unter dem neuen Cheftrainer Bo Subr jedoch holprig.

Dresden mit klaren Siegen und deutlichen Niederlagen

In den ersten drei Spielen konnten die Elbestädter überhaupt nicht punkten. Danach gab es fünf überzeugende Siege, aber auch zwei klare Niederlagen: 1:6 in Düsseldorf und am vergangenen Sonntag 2:6 auf eigenem Eis gegen Regensburg. Vorteile in Spielanteilen, Scheibenbesitz und Torschüssen lagen jeweils auf Eislöwenseite – aber dass sich das noch lange nicht auf dem Scoreboard spiegeln muss, davon können derzeit auch die Rosenheimer Eishockeyspieler ein Lied singen …

Mit 15 Zählern und 36:36 Toren aus zehn Partien steht für die Dresdner Eislöwen aktuell „nur“ der sechste Tabellenrang zu Buche – satte zwölf Punkte hinter Leader Düsseldorfer EG und drei Zähler vor den Starbulls, die auf den ersten Playdownplatz elf abgerutscht sind.

Memmingen nach starkem Start im Abwärtstrend

Aufsteiger Memmingen hingegen startete furios in die Spielzeit, schlug beispielsweise Dresden 4:3 und die Lausitzer Füchse gar 6:0. Zuletzt mussten die Maustädter allerdings drei klare Niederlagen hinnehmen: 3:7 gegen Landshut, 2:5 gegen Bietigheim und am Sonntag 0:5 beim Tabellenletzten Bad Nauheim.

Die Maßnahme von Cheftrainer Daniel Huhn, die Reihen deutlich zu verändern, trug keine Früchte, sein Fazit fiel klar aus: „Wir waren von der ersten bis zur letzten Minute in allen Belangen schlecht.“ Trotzdem rangiert der amtierende Oberligameister noch einen Punkt vor Rosenheim in der Pre-Playoff-Zone. Mit Torwart Michael Bitzer, dem kanadischen Offensiv-Verteidiger Jamal Watson, dem italienischen Offensiv-Allrounder Matteo Gennaro und dem nachträglich vom DEL-Aufsteiger Krefeld geholten US-amerikanischen Außenstürmer Kevin Wall haben die „Indianer“ bei den Neuverpflichtungen Zeichen gesetzt.

Der aus Bad Tölz nach Memmingen zurückgekehrte Ex-Rosenheimer Ludwig Nirschl überzeugte in den ersten Spielen, musste aber am vergangenen Wochenende wegen einer Handverletzung aussetzen. Ob er am Sonntag in der SPIE Arena wieder auflaufen kann, ist offen.

Viel zu viele Gegentore …

Was Memmingen grundsätzlich draufhat, davon haben die Starbulls bereits zum Abschluss der Vorbereitungsphase einen Eindruck bekommen. Eine Woche vor dem Saisonbeginn der DEL2 unterlagen die Grün-Weißen bei der „Generalprobe“ vor dem Punktspielstart den Indians auswärts 3:5 – ein Gegentorwert, der den Rosenheimer Ansprüchen keinesfalls genügt.

Mit dem gleichen Ergebnis unterlagen die Starbulls bei ihrer jüngsten Aufgabe am vergangenen Sonntag den Lausitzer Füchsen – nach 0:5-Rückstand. Dass man im letzten Drittel noch zurückkam und zwei Minuten vor Schluss eigentlich sogar noch den 4:5-Anschlusstreffer erzwang – die Annullierung des Tores von Shane Hanna aufgrund der Videobilder wegen Torhüterbehinderung war schwer nachvollziehbar – zeigte aber, dass das Team kann und will. Für die Aufgaben in Dresden und gegen Memmingen gilt es auch angesichts der ungewohnt vielen Gegentore beim 5:6 in Weiden am vergangenen Freitag, sich wieder voll und ganz auf die Defensivdisziplin zu fokussieren.

Jari Pasanen fordert neu programmierte Defensive

„Wir hatten am letzten Wochenende 8:11 Tore, am Wochenende davor 7:1 Tore – das zeigt deutlich, woran es liegt“, stellt Jari Pasanen dar. „Die Trefferausbeute ist in Ordnung, aber wir haben zu viele Gegentore kassiert – und es waren viele sehr komische Gegentore dabei, die wir mit kollektivem Fehlerverhalten in allen Mannschaftsteilen zugelassen haben. Tore von der blauen Linie und Tore aus nächster Nähe – da haben es die Stürmer im Backcheck nicht gut gemacht und unsere Verteidiger haben es nicht geschafft, die gegnerischen Schläger zu kontrollieren. Und wahrscheinlich hätten auch mehr Schüsse geblockt werden können“, kritisiert der Starbulls-Headcoach, der die Agenda in den Einheiten unter der Woche entsprechend fokussiert hat: „Den offensiven Output kann man nicht programmieren, das Defensivverhalten schon!“

Vier angeschlagene Spieler – trotzdem voller Kader?

Ganz nach Plan verlief die Trainingswoche in der SPIE Arena nicht, da vier Spieler wegen Krankheit oder Blessuren aussetzen mussten. Trotzdem hofft Jari Pasanen, dass er am Wochenende wieder auf den kompletten Kader zurückgreifen kann – auch auf Keaton Mastrodonato, der vergangenen Freitag in Weiden schon im Anfangsdrittel passen und am Sonntag gegen die Lausitzer Füchse aussetzen musste. Kann der Topscorer wieder liefern?

In Dresden erwartet der Rosenheimer Cheftrainer einen Topgegner, der aggressiv agiert und schnelles Eishockey spielt: „Die treten ähnlich auf wie die Düsseldorfer EG – gegen die haben wir zwar knapp verloren, aber meiner Meinung nach unser bestes Saisonspiel bisher gemacht.“

Auch dem Sonntagsgegner Memmingen Indians zollt Pasanen hohen Respekt: „Das ist eine gute Mannschaft. Sie haben einen starken Torwart aus der DEL und gute Ausländer geholt und die Top-Leute und ihren Trainer behalten. Nachdem sie in den letzten Spielen nicht mehr so punkten konnten wie in der Anfangsphase der Saison, haben sie sich in dieser Woche sicher auch ihre Gedanken gemacht. Einen leichten Gegner gibt es in dieser Liga sowieso nicht.“

Restart für Fantreff „Wolfgangs Brand“ Bulls28

Das Duell der Starbulls am Freitag mit den Dresdner Eislöwen in der JOYNEXT Arena am Ufer der Elbe beginnt um 19:30 Uhr, das Rosenheimer Heimspiel am Sonntag in der SPIE Arena am Mangfallufer um 17 Uhr. Die Partien werden auf www.sporteurope.tv wie gewohnt live übertragen.

Tickets für das Rosenheimer Sonntags-Heimspiel gibt es online (starbulls.reservix.de oder www.starbulls.de – buchbar auch kurzfristig und auch noch nach dem ersten Bully) oder freitags von 9 bis 17 Uhr bzw. samstags von 10 bis 14 Uhr im Ticketzentrum Rosenheim (Touristinfo, Heilig-Geist-Str. 15). Ein Abendkassenverkauf am Stadion ist in der Saison 2026/27 leider nicht möglich.

Gute Nachricht für die Besucher der SPIE Arena: Der Fantreff „Wolfgangs Brand“ Bulls 28 unter dem Scholz-Naturstein-Block (Block A) hat zum Heimspiel gegen Memmingen ab dem allgemeinen Stadioneinlass um 16 Uhr wieder geöffnet!

Pressemitteilung SBR Spielbetriebs GmbH & Co. KG